Der Bundesverband bietet – im Rahmen seiner Möglichkeiten – Hilfe bei der Vermisstensuche. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen Überlebende und Angehörige von NS-Verfolgten bei der Suche nach Familienmitgliedern. Dazu zählen beispielsweise Recherchen in Archiven sowie Nachforschungen bei Institutionen und Ämtern. Ziel ist es, Klarheit über das Schicksal der Vermissten zu erlangen.

 

 Vermutungen

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„In meiner Familie wird erzählt, mein Opa sei im KZ gewesen“. Anfragen dieser Art erreichen den Bundesverband seit einigen Jahren immer häufiger. Nachkommen von NS-Opfern ist es oftmals ein persönliches Anliegen, Genaueres über das Schicksal ihrer Angehörigen zu erfahren. Dies betrifft im besonderen Umfang auch die „Enkel-Generation“.

 

 

Schwierige Recherche

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In vielen Fällen sind Nachforschungen für die Angehörigen schwierig. Die Spuren sind rar, führen oft nicht weiter. Mehr als ein paar Dokumente sind meist nicht erhalten. Hinzu kommt, dass die Suche in einschlägigen Archiven recht kompliziert ist. Die MitarbeiterInnen des Bundesverbandes unterstützten die Angehörigen bei Recherchen und stehen ihnen mit Fachkompetenz zur Seite.

 

Eine Erfolgsgeschichte: Der Fall Heinz-Günther G.

Nach einem Fernsehbeitrag über eine geglückte Recherche des Bundesverbandes bat Herr G. den Verein 2012 um Hilfe bei der Suche nach seinem Vater. Seinen leiblichen Vater Michele hat Heinz-Günther G. nie kennengelernt. Dieser kehrte 1945, nach Jahren der Kriegsgefangenschaft und Zwangsarbeit, umgehend nach Italien zurück. Heinz-Günther G. und seine Mutter Luise blieben in Deutschland zurück. Bis Luise einen neuen Mann kennenlernte. Das Paar heiratete drei Jahre nach Kriegsende und bekam zwei weitere Söhne. Herr G. war in dieser neuen Konstellation der ungeliebte Stiefsohn, der „Italiener“.

Grres heute webEs blieb das starke Bedürfnis, den leiblichen Vater endlich kennenzulernen. Erste eigene Nachforschungen endeten in einem Camp für „displaced persons“ in Koblenz. Die Mitarbeiter des Bundesverbandes nahmen die Suche auf. Und tatsächlich: Nach längeren Recherchen fand sich eine erste Spur. Sie wies nach Süditalien, in die Provinz Apulien. Dort gelang es, den Vater in einem Städtchen namens Palagiano ausfindig zu machen. Für Karl-Heinz G. schloss sich damit eine große Lücke in seiner Biografie. Endlich lernte er seinen leiblichen Vater und damit auch den anderen Teil seiner Familie kennen.

 

Der Recherche-Service ist für Suchende aus NRW kostenlos, für alle anderen wird eine Pauschale von 50 € erhoben. Nicht enthalten sind alle anfallenden Kosten für die Nachforschungen.

 hf 0721 jost webKontakt:

Dr. Jost Rebentisch

0221 17 92 94 23

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