Angebote für Nachkommen von NS-Verfolgten: Beratung, Aufarbeitung und Vernetzung

Die nationalsozialistische Verfolgung endete nicht mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Ihre Folgen wirken in vielen Familien bis heute nach. Kinder, Enkelkinder und weitere Nachkommen von NS-Verfolgten setzen sich häufig mit Fragen nach ihrer Familiengeschichte, ihrer eigenen Identität und den transgenerationalen Auswirkungen von Verfolgung und Trauma auseinander.

Der Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. unterstützt Nachkommen dabei, ihre Familiengeschichte zu erforschen, sich mit anderen Angehörigen der Folgegenerationen zu vernetzen und die Erinnerung an die Erfahrungen der Verfolgten-Generation lebendig zu halten.

Darüber hinaus begleiten wir Nachkommen dabei, ihre eigenen Perspektiven und Erfahrungen, z.B. mit Kontinuitäten der Ausgrenzung, in die historisch-politische Bildungsarbeit einzubringen. Viele engagieren sich heute als Zeitzeug:innen der Folgegeneration und leisten einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur und zur Vermittlung der Geschichte des Nationalsozialismus.

Vermittlung als Zeitzeug:in

Sie möchten Ihre persönliche Geschichte in Workshops, Erzählcafés oder anderen Bildungsformaten teilen? Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Familiengeschichte an die Öffentlichkeit zu bringen.

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Recherche

Wir unterstützen Angehörige von NS-Verfolgten bei der Suche nach Familienmitgliedern, um Klarheit über das Schicksal der Vermissten zu erlangen.

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Regionaltreffen

An verschiedenen Orten in Deutschland finden regelmäßig Regionaltreffen für die Nachkommen von NS-Verfolgten statt.

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Beratung bei Entschädigungsfragen

Das Entschädigungsrecht gleicht einem Flickenteppich. Wir beraten die Nachkommen von NS-Überlebenden und helfen ihnen, mögliche Ansprüche geltend zu machen.

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Links und Literatur

Zahlreiche Publikationen befassen sich mittlerweile mit dem Thema Nachkommen von NS-Verfolgten.

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Häufige Fragen

Wer kann die Angebote nutzen?

Unsere Angebote richten sich an Kinder, Enkelkinder und weitere Nachkommen von Menschen, die während des Nationalsozialismus verfolgt wurden.

Muss ich meine Familiengeschichte bereits kennen?

Nein. Viele Nachkommen beginnen ihre Recherche erst im Erwachsenenalter. Wir unterstützen Sie dabei, erste Anlaufstellen zu finden und die Geschichte Ihrer Familie Schritt für Schritt zu erschließen.

Kann ich mich auch engagieren?

Ja. Wenn Sie Ihre Familiengeschichte in die historisch-politische Bildungsarbeit einbringen möchten, informieren wir Sie über Möglichkeiten des Engagements und begleiten Sie auf diesem Weg.

Sind die Angebote kostenlos?

Der Großteil unserer Angebote ist kostenfrei. Informationen zu einzelnen Veranstaltungen und Workshops finden Sie in der jeweiligen Projektbeschreibung.

 

Sie haben Fragen zu unseren Angeboten oder benötigen Unterstützung? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf – wir beraten Sie gerne persönlich und vertraulich. 


Abgeschlossene Projekte

Im Laufe unserer langjährigen Arbeit haben wir zahlreiche Projekte für und mit Nachkommen von NS-Verfolgten umgesetzt. Die folgenden Projekte wurden erfolgreich abgeschlossen und haben nachhaltige Impulse für unsere heutige Arbeit gesetzt.

Biografieworkshops (2022-2025)

Bis Ende 2025 fanden regelmäßige Treffen in Köln statt, bei denen Angehörige der Verfolgten gemeinsam unter Anleitung an ihren eigenen Biografien arbeiteten.

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Welche Stimme haben wir? (2023-2025)

Das Projekt verfolgte das Ziel, Nachkommen von NS-Verfolgten und ihre einschneidenden Erfahrungen, Perspektiven und Wünschen in die Gedenkstätten- und Erinnerungsarbeit einzubeziehen.

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Arbeitsgruppen Folgegenerationen (2017-2018)

Fachleute befassten sich mit „historisch-politischer Bildungsarbeit“ und „psychosozialen Fragen“ im Kontext der Arbeit von und mit Nachkommen von NS-Verfolgten.

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Konferenz: Nachkommen von Verfolgten des Nationalsozialismus (2014-2015)

Der Sammelband ist im Rahmen der gleichnamigen Konferenz erschienen und bietet eine Einführung ins Themenfeld.

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