Fachtagung zum Thema „Zweite Generation“ (2014-2015)

Seit den 1980er Jahren widmen sich Fachkreise intensiv den Bedürfnissen von Kindern jüdischer NS-Opfer. Psycholog:innen aus Israel, den USA, Kanada, den Niederlanden und auch aus Deutschland sind Vorreiter:innen darin, adäquate psychologische Betreuung anzubieten. Demgegenüber findet dieses Thema auf der politischen Ebene Deutschlands nicht dieselbe Aufmerksamkeit. 

Das Thema Folgegenerationen wird obendrein dann ausgeblendet, wenn es um andere NS-Verfolgtengruppen geht, etwa um die Kinder von Eltern, die aus politischen oder religiösen Gründen verfolgt wurden, um Kinder von ehemaligen Zwangsarbeiter:innen, Sinti:zze und Rom:nja und so bezeichneten "Wehrkraftzersetzern". 

Im Rahmen der Konferenz ist ein gleichnamiger Sammelband erschienen und bietet eine Einführung ins Themenfeld.

Mit dem Band soll den Betroffenen signalisiert werden, dass ihre Bedürfnisse wahrgenommen werden. Zudem möchten wir die Aufmerksamkeit von Politiker:innen, Krankenkassen, Sozialarbeiter:innen, Seniorenbetreuer:innen sowie von psychologisch-ärztlichen Fachkreisen auf jene NS-Verfolgten und ihre Kinder lenken, die übersehen wurden. Die Forschungslücken zum Thema Folgegenerationen mit Blick auf die Nachgeborenen aller NS-Verfolgten sind groß. 

Die Publikation kann unter info@nsberatung.de bestellt werden. Wir bitten um die Überweisung der Versandkosten. Über eine Spende freuen wir uns.

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