Felix Lipski als Kind webAm 15. März 2018 um 15 Uhr wird der Shoah-Überlebende Felix Lipski im Erzählcafé des Bundesverbandes Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. von seinem Verfolgungsschicksal berichten.

Felix Lipski wurde 1938 in Minsk geboren. Seine Eltern waren beide jüdischer Herkunft und als Kommunisten aktiv. Im gleichen Jahr wurde Felix‘ Vater als angeblicher polnischer Spion verhaftet und zu zehn Jahren Lagerhaft verurteilt. Die Mutter blieb mit Felix allein zurück. Im Juli 1941 errichteten die deutschen Besatzer ein Ghetto für die jüdischen Einwohner von Minsk, in dem circa 80.000 Männer, Frauen und Kinder zusammengepfercht wurden, darunter auch Felix und seine Mutter. Mehreren organisierten Pogromen der Deutschen fielen Tausende von Menschen zum Opfer.

Felix und seine Mutter gehören zu den wenigen Überlebenden. Dabei half ihnen der Minsker Untergrund, der sich als Widerstandsorganisation im Ghetto gebildet hatte. Die Widerständler versuchten Informationen zu sammeln, Waffen zu besorgen und so viele Menschen wie möglich aus dem Ghetto zu schmuggeln. Felix‘ Mutter gehörte der Organisation seit der Gründung im Jahr 1941 an. Im August 1943 gelang ihr gemeinsam mit Felix die Flucht aus dem Ghetto zu Partisanen in den Wäldern um Minsk.

Das Kölner Erzählcafé findet mehrmals im Jahr statt und steht Schulklassen, Jugendgruppen und anderen Interessierten offen. Bei Interesse an einer Teilnahme bittet der Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. um eine kurze Voranmeldung unter 0221-179294-0 bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.