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In zwei moderierten Arbeitsgruppen werden sich ExpertInnen mit den Themen „Politische Bildungsarbeit“ und „Psychosoziale Fragen“ im Kontext der Arbeit von und mit Nachkommen von NS-Verfolgten befassen. Ein Call for Papers lädt internationale Fachleute aus Forschung und Praxis, die sich bereits intensiv mit dem Thema der „Folgegenerationen“ befassen, zu einer Teilnahme ein. Deadline zum Einreichen der Beiträge ist der 05.01.2018. In den Arbeitsgruppen werden die ExpertInnen sich über ihre jeweiligen Arbeitsschwerpunkte austauschen, Möglichkeiten einer Zusammenarbeit diskutieren und gemeinsam neue Impulse für Forschung und gesellschaftlichen Diskurs setzen. Die Ergebnisse werden im Herbst 2018 bei einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt und nach Abschluss des Projekts an dieser Stelle veröffentlicht.

 

Arbeitsgruppe „Psychosoziale Fragen“

In der internationalen Fachliteratur wurde bereits belegt, dass ein erheblicher Teil der Angehörigen der Folgegenerationen unter seelischen und körperlichen Krankheiten leidet, die sich durch die transgenerationale Weitergabe von Traumata erklären lassen. Die Arbeitsgruppe wird beispielsweise die sozialpsychologischen Bedarfe der Nachkommen von NS-Verfolgten analysieren und dabei auch berücksichtigen, welche Rolle gesellschaftliche Kontinuitäten nach 1945 und gegenwärtige Diskriminierungen spielen.

Moderation:
Stella Shcherbatova: Psychologin, Leiterin der Außenstelle der Synagogen-Gemeinde Köln in Porz, initiierte u. a. das Vertrauenstelefon der Synagogen-Gemeinde.

Dr. med. Bertram von der Stein: Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie in eigener Praxis. Bietet Therapien für Nachkommen von NS-Verfolgten an.

Impulspapier


Arbeitsgruppe „Historisch-politische Bildungsarbeit“

Nachkommen von NS-Verfolgten berichten vor Schulklassen, bei Podiumsdiskussionen, im Fernsehen, in Gedenkstätten oder bei Stadtführungen über die Verbrechen des Nationalsozialismus und die Zusammenhänge mit aktuellen Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Auch bei der Entwicklung neuer Formen der Erinnerungsarbeit spielen sie eine wichtige Rolle. Die Arbeitsgruppe wird sich u.a. damit befassen, welche Rolle die Nachkommen von NS-Verfolgten künftig in der politischen Bildungsarbeit und der gedenkpolitischen Arbeit einnehmen können.

Moderation:
Viola Jakschová: Pädagogisches Studium, Projektkoordinatorin bei Živá Paměť, arbeitet im Bereich politische Bildung zu den Themen Zwangsarbeit während des Zweiten Welkriegs sowie Sinti und Roma und deren Diskriminierung.

Dr. Anne Klein: Erziehungswissenschaftlerin, Historikerin und promovierte Politikwissenschaftlerin. Forscht und lehrt an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, u.a. zum Thema „Folgegenerationen“.

Impulspapier

 

Projektkoordination: 

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Adina Dymczyk

0221 17 92 94 18

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Thorsten Fehlberg

0221 17 92 94 15

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Das Projekt wird von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und dem Auswärtigen Amt gefördert.

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In Kooperation mit:

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