Seit Anfang 2015 führt der Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. ein Projekt mit dem Duisburger Institut für soziale Innovationen e.V. (ISI) durch. Was passiert wenn Täter und Opfer in Alten- und Pflegeheimen aufeinander treffen? Wie kann man die Opfer schützen und wie können Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Pflegeeinrichtungen für dieses Thema sensibilisiert werden?

Dr. Udo Baer, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des Instituts für soziale Innovationen, führt das Projekt in drei Etappen durch. Der erste Schritt ist die theoretische Vorbereitung: Die Mitarbeiter legen Kriterien für Täter-Opfer-Begegnungen fest und formulieren Handlungsoptionen. Dann geht es in die Praxis: Jeweils zwischen 10 und 20 Pflegekräfte aus unterschiedlichen Pflegeeinrichtung in der Region Rhein-Ruhr werden auf der Basis der Beobachtungskriterien geschult. Hier lernen sie, Konflikte zwischen hochbetagten Tätern und Opfern zu erkennen, diese sensibel zu handhaben und ihre Beobachtungen zu dokumentieren.

Abschließend werten die Projektpartner alle Dokumentationsbögen aus und analysieren diese. Ziel des Kooperationsprojektes ist es, die Projektergebnisse in einem Leitfaden für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Einrichtungen der Altenpflege als Print- und Onlineversion zu veröffentlichen. Der Bundesverband erhofft sich durch die stärkere Sensibilisierung für das Thema, dass die betroffenen Opfer in Einrichtungen der Altenpflege stärker geschützt und Konflikte frühzeitig erkannt und behoben werden können.

Kooperationspartner:

Institut für soziale Innovationen e.V. (ISI), Duisburg

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