Auch die Nachkommen von NS-Verfolgten sind ZeitzeugInnen mit ganz eigenen Perspektiven. Hier berichten sie in autobiografischen Texten von ihren Erfahrungen.

 

Sabine Kray1 Rebecca Sampson webSabine Kray hat mit ihrem Roman Diamanten Eddie ein Buch über die Verfolgungsgeschichte ihres Großvaters geschrieben, der als Zwangsarbeiter mehrere Arbeits- und Arbeitserziehungslager überlebt hat. Hier erzählt sie, wie sie sich mit der Vergangenheit ihrer Familie auseinandergesetzt hat, welche Folgen das Schweigen für eine Familie haben kann und wie sich das Verhältnis zu ihrem eigenen Vater durch ihre Recherchen verändert hat. 

  

Der Beitrag von Nora Hespers ist ihrem Blog Die Anachronistin entnommen. Auch sie arbeitet darin die Verfolgungsgeschichte ihres Großvaters auf, der aufgrund seiner Aktivitäten im antifaschistischen Widerstand von den Nazis verfolgt und ermordet wurde. Als Sohn eines Widerstandskämpfers war Nora Hespers Vater ebenfalls von der Verfolgung betroffen. Hier schildert sie, wie die traumatischen Erlebnisse ihres Vaters ihn bis heute prägen und welche Auswirkungen diese auf das eigene Familienleben haben. 

 

Anita Haviv webDie Autorin und Bildungsexpertin Anita Haviv wurde 1960 in Wien als Tochter von Überlebenden der Shoah geboren. 1979 wanderte sie nach Israel ein. Sie veröffentlichte unter anderem die Bücher "Der Dornbusch der nicht verbrannte - Überlebende der Shoah in Israel" und "Grenzen-los? Deutsche in Israel und Israeli in Deutschland". Außerdem schreibt sie regelmäßig Beiträge für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Ihr Artikel „Die zweite Generation der Holocaust-Überlebenden: Es lebe das Leben!“, der zunächst im Blog von Zeit Online erschien, findet sich hier.

 

jörg watzingerJörg Watzinger engagiert sich für den Austausch und die Vernetzung der Nachkommen von Verfolgten untereinander. Sein Vater war aufgrund seiner politischen Überzeugung von den Nazis verfolgt worden. Nachdem er zwei Jahre wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ im Gefängnis gesessen hatte, wurde er direkt im Anschluss im KZ Dachau interniert. Hier berichtet Jörg Watzinger, wie sich die Verfolgungsgeschichte des Vaters bis heute auf sein eigenes Leben auswirkt und wie wertvoll der Austausch mit anderen Nachkommen von Verfolgten für den Umgang mit der eigenen Familiengeschichte sein kann.