Persönliche Geschichten der NS-Verfolgung sichtbar machen
Geschichte wird besonders greifbar, wenn Betroffene selbst zu Wort kommen. Der Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. verfügt über ein besonderes Netzwerk von Überlebenden der NS-Verfolgung und ihren Nachkommen, die ihre Geschichten in die Öffentlichkeit und die historisch-politische Bildungsarbeit einbringen.
Die Perspektiven aller NS-Verfolgten im Blick
Eine Besonderheit des Bundesverbands ist unser umfassender Ansatz: Wir vertreten die Interessen aller Überlebenden der NS-Verfolgung und ihrer Nachkommen – unabhängig von Herkunft, Religion oder Verfolgungsgrund.
Die nationalsozialistische Verfolgung traf Menschen aus unterschiedlichen Gruppen und aus unterschiedlichen Gründen. Dazu gehören unter anderem Jüdinnen:Juden, Sinti:zze und Rom:nja, politische Gegner:innen, Menschen mit Behinderung, queere Menschen, Zwangsarbeiter:innen, Menschen, die als „asozial“ oder Berufsverbrecher“ verfolgt wurden, Kriegsdienstverweigerer sowie viele weitere Betroffene.
Diese Vielfalt der Erfahrungen ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Denn die Geschichte der NS-Verfolgung besteht nicht aus einer einzigen Erzählung, sondern aus vielen individuellen Lebensgeschichten.
Geschichten bewahren – Erfahrungen weitertragen
Auf den folgenden Seiten stellen wir Überlebende der NS-Verfolgung und Nachkommen von NS-Verfolgten vor.
Die Stimmen der letzten Überlebenden der NS-Verfolgung werden zunehmend weniger. Damit wächst die Bedeutung ihrer Kinder, Enkelkinder und weiterer Nachkommen.
Wir bewahren die Lebensgeschichten von Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung für zukünftige Generationen. Die Biografien zeigen die Vielfalt der Verfolgungserfahrungen und machen deutlich, welche Bedeutung ihre Stimmen bis heute haben.