Persönliche Familiengeschichten bewahren und weitergeben
Die Stimmen der letzten Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung werden zunehmend weniger. Damit wächst die Bedeutung ihrer Kinder, Enkelkinder und weiterer Nachkommen: Sie bewahren die Erinnerungen ihrer Familien, erzählen von den Erfahrungen ihrer Angehörigen und machen sichtbar, wie die Folgen von Verfolgung und Ausgrenzung über Generationen hinweg nachwirken.
Nachkommen von NS-Verfolgten bringen eine besondere Perspektive in die Erinnerungs- und Bildungsarbeit ein. Sie erzählen nicht aus eigener Verfolgungserfahrung, sondern aus der Perspektive derjenigen, deren Familien durch die Nationalsozialist:innen schweres Leid angetan wurde.
Viele Nachkommen beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit der Geschichte ihrer Familien. Manche wuchsen mit Erzählungen über Verfolgung und Überleben auf, in anderen Familien wurde über die Verfolgungszeit geschwiegen. Für viele Nachkommen war es erst spät möglich, damit zu beginnen, die eigene Familiengeschichte aufzuarbeiten und zu reflektieren.
Begegnungen mit Nachkommen
Der Bundesverband steht mit zahlreichen Nachkommen von NS-Verfolgten in Kontakt und vermittelt sie für Bildungs- und Erinnerungsprojekte.
Auf dieser Seite stellen wir einzelne Erzähler:innen mit ihrer persönlichen Familiengeschichte, ihren individuellen Perspektiven und ihren thematischen Schwerpunkten vor. Jede Biografie eröffnet einen eigenen Zugang zur Geschichte und bringt unterschiedliche Erfahrungen und Fragestellungen mit.
Sie möchten Nachkommen von NS-Verfolgten für eine Veranstaltung, einen Workshop oder ein Bildungsprojekt anfragen? Der Bundesverband berät Sie gerne bei der Auswahl einer passenden Person und bei der Planung des Formats.