Alexander Nikiforov

 

Alexander Nikiforov wurde 1937 in der Stadt Puschkin geboren. Aktuell gehört die Stadt zum Puschkinsky-Bezirk, dem südlichsten Bezirk von Sankt Petersburg. Vor dem Krieg wohnte er in der Moskowskaja-Straße in der Nähe des Alexander-Parks. Seine Mutter arbeitete als Ärztin im städtischen Krankenhaus, sein Vater war Forstingenieur und oft auf Geschäftsreisen.

Am 16. September 1941 wurde seine Mutter gewarnt, dass am kommenden Tag die Deutschen in die Stadt einmarschieren würden. Da Alexanders Vater an der Front war, flohen seine Mutter und er alleine nach Leningrad zu seiner Tante Schura, der Schwester seines Vaters. Im nördlichen Teil Leningrads, wo sie nun wohnten, war regelmäßig Bombenalarm. Nachts, so erinnert sich Alexander, mussten sie oft in den Keller gehen, während sie draußen Explosionen hören.

Die meisten von ihnen starben jedoch nicht durch Bomben, sondern durch Hunger. Im Winter 1941/42 brach die Versorgung der Stadt zusammen. Zehntausende Menschen starben bis März 1942. Alexanders Vater schickte Briefe von der Front und riet der Familie, Leningrad zu verlassen. Der Familie gelang es, mit dem Flugzeug aus der belagerten Stadt evakuiert zu werden. Sie überlebten bis zum Kriegsende im Ural.

 


Mehr zu Alexander Nikiforov

Die vollständige Biografie sowie ein ausführliches Zeitzeugeninterview finden Sie auf unserer Projektwebseite www.leningradblockade.de. Dort erhalten Sie vertiefende Einblicke in seine persönlichen Erfahrungen während der Blockade und in die Folgen, die dieses historische Ereignis bis heute für die Betroffenen hat.

> ZU ALEXANDER NIKIFOROVS GESCHICHTE

© Copyright 2026 Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V.