Isabella Shengeliya, geboren im Januar 1939 in Leningrad, überlebte als Kleinkind die ersten Monate der Belagerung. Nachdem sie gemeinsam mit ihrer Mutter aus der belagerten Stadt evakuiert worden war, verbrachte sie den Krieg in Sibirien. Dort wurde 1942 ihre jüngere Schwester geboren. Ihr Vater, der sich freiwillig zur Front gemeldet hatte, fiel wenige Wochen zuvor bei den Kämpfen zur Durchbrechung der Blockade.
Isabellas Erinnerungen verbinden eigene Kindheitserlebnisse mit den eindrucksvollen Aufzeichnungen ihres Onkels Boris Gelfand, der das Leben im belagerten Leningrad literarisch dokumentierte. Sie erzählen von Hunger, Verlust und dem außergewöhnlichen Überlebenswillen der Menschen. Nach Kriegsende kehrte Isabella mit ihrer Familie nach Leningrad zurück. Bis heute setzt sie sich dafür ein, die Erinnerung an die Blockade wachzuhalten und warnt eindringlich vor den Folgen von Krieg.
Die vollständige Biografie sowie ein ausführliches Zeitzeugeninterview finden Sie auf unserer Projektwebseite www.leningradblockade.de. Dort erhalten Sie vertiefende Einblicke in seine persönlichen Erfahrungen während der Blockade und in die Folgen, die dieses historische Ereignis bis heute für die Betroffenen hat.