Der Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. verurteilt den völkerrechtswidrigen Überfall Russlands auf die Ukraine auf das Schärfste.

Es ist bitter zu sehen, wie 80 Jahre nach dem Überfall Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion die Ukraine, nun von Russland, erneut angegriffen wird. Der Bundesverband ist ganz besonders besorgt um die Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung, vor allem in der Ukraine. Diese Menschen haben in der Kindheit schon einmal Krieg und Verfolgung erleiden müssen und sind dem nun im hohen Alter noch einmal ausgesetzt. Auch in Israel, Deutschland und weltweit erleiden Überlebende der Verfolgung durch die Nazis nun, durch den Überfall Russlands auf die Ukraine, schlimmste Retraumatisierungen.

Es ist besonders perfide und widerlich, dass der russische Staatspräsident Putin sich darauf beruft, die Ukraine „entnazifizieren“ zu wollen. Dies als Deckmantel für den russischen Angriffskrieg zu benutzen, beleidigt alle Menschen, die unter dem Terror der Nazis gelitten haben.

Auch die Beschädigung der Gedenkstätte Babyn Jar in Kiew, die bei dem Angriff auf den benachbarten Fernsehturm in Mitleidenschaft gezogen wurde, zeigt eindrücklich die menschenverachtende Brutalität des russischen Angriffskrieges.

Wir rufen alle russischen Soldaten dazu auf, die Waffen niederzulegen und in ihrer Heimat zurückzukehren. Von den politisch Verantwortlichen verlangen wir, den Angriff unverzüglich zu beenden und die Verantwortung für die bereits angerichteten furchtbaren Verwüstungen und Opfer zu übernehmen.

 

Köln, 07.03.2022

Volker Kirchesch                                Dr. Jost Rebentisch
Vorsitzender                                       Geschäftsführer

Gemeinsam gegen das Vergessen

Der Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte vertritt die Interessen aller NS-Verfolgten und ihrer Nachkommen. Wir beraten die Betroffenen und verbessern mit sozialen Projekten die Lebenssituation der Überlebenden. Unsere Zeitzeugenprojekte bieten jungen Menschen im direkten Austausch mit den ehemals Verfolgten einen ganz persönlichen Zugang zur Geschichte der NS-Zeit.

 

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