Wir suchen eine/n Mitarbeiter:in (m/w/d): Sachbearbeitung Finanzen

Der Bundesverband Information und Beratung für NS-Verfolgte e.V. sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Sachbearbeiterin/ einen Sachbearbeiter in Teilzeit (50%), unbefristet, für die Aufgabenbereiche Finanzen, Buchhaltung, Verwendungsnachweiserstellung.


Der Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. (Bundesverband) mit Sitz in Köln berät seit 30 Jahren Überlebende der NS-Verfolgung in aller Welt in Entschädigungsfragen. Vom Bundesverband entwickelte Modellprojekte orientieren sich zum einen an den Erfordernissen der älter werdenden Überlebenden-Generation, zum anderen an der Entwicklung einer an den Erfahrungen der Überlebenden orientierten Gedenkkultur. Weitere satzungsgemäße Aufgaben des Bundesverbands sind die Entwicklung von Zeitzeugen-Projekten zur politischen Bildung sowie die Sorge um die Belange der Folgegenerationen der Überlebenden.

Als Sachbearbeiter/in in einem kleinen Team obliegt Ihnen die Kassenführung, das Onlinebanking, die Rechnungsbearbeitung sowie die Finanzbuchhaltung mit dem Buchhaltungsprogramm „Simba“ in Kooperation mit unserem Steuerberatungsbüro. Die Erfassung von Spenden, Mitgliedsbeiträgen und anderen Einkünften sowie die Vorbereitung des zahlenmäßigen Nachweises der Verwendung von Projektmitteln gehört ebenfalls zu Ihrem Arbeitsbereich. Sie arbeiten in enger Abstimmung direkt mit der Geschäftsführung.

Wir erwarten als Einstellungsvoraussetzung eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung sowie berufliche Erfahrung in der Buchhaltung. Sie sollten mit Buchhaltungsprogrammen, bevorzugt mit dem Programm „Simba“, vertraut sein und die Arbeit mit der aktuellen Version von Microsoft Office beherrschen. Notwendig ist die Fähigkeit zu strukturierter, ergebnisorientierter und selbstständiger Arbeitsweise. Zuverlässigkeit, Loyalität und Engagement sind Eigenschaften, die wir für die ausgeschriebene Stelle voraussetzen.

Ihre Aufgaben bei uns im Einzelnen:

  • Laufende Buchhaltung (Kontieren und Buchen der Banken, Kasse, PayPal, Eingangs- und Ausgangsrechnungen, Kontenabstimmung)
  • Steuerung des Zahlungsverkehrs (Überweisungen, Lastschriften)
  • Führung der Barkasse
  • Anforderung und Überwachung von Projektmitteln
  • Mitwirkung an der Erstellung von Verwendungsnachweisen für Mittelgeber (Finanzberichte)
  • Erstellung von Reisekostenabrechnungen nach Landes- und Bundesreisekostengesetz
  • Bearbeitung von Spendeneingängen und Bußgeldeingängen
  • Erstellung von Auswertungen für betriebswirtschaftliche Zwecke (z.B. Quartalsabschlüsse, Kostenplanungen)
  • Unterstützung der Verwaltung (z.B. Warenbestellungen)
  • Ansprechpartner/in für den Steuerberater (z.B. für die jährliche Einnahmen-Überschuss-Rechnung)

 

Die ausgeschriebene Stelle wird unbefristet besetzt und kann zum nächstmöglichen Zeitpunkt angetreten werden. Es handelt sich um eine unbefristete Stelle in Teilzeit (50% = 20 WStd.), die anteilig angelehnt an TVL 9/2 vergütet wird (aktuell Brutto € 1.684,54).

Bewerbungen sind bitte bis zum 15.06.2024, bitte ausschließlich per E-Mail in einer PDF-Datei (pdf mit bis zu 3 MB) an info@nsberatung.de zu senden. Bitte beachten Sie, dass wir Kosten, die bei einem etwaigen Vorstellungsgespräch für Sie anfallen sollten, nicht übernehmen können.

 

Kontakt

Dr. Jost Rebentisch

BUNDESVERBAND INFORMATION & BERATUNG FÜR NS-VERFOLGTE e.V.

Genovevastraße 72

51063 Köln

Tel +49 (0)221 17 92 94 0, Fax +49 (0)221 17 92 94 29

info@nsberatung.de, www.nsberatung.de

Einladung zur Ausstellungseröffnung

Erinnerungsräume der Flucht von der NS-Zeit bis Heute

Ein ganzes Schuljahr lang beschäftigte sich die Projektgruppe des Richard-Riemerschmid-Berufskollegs intensiv mit der Biografie des Zeitzeugen Peter Finkelgruen, der im Shanghaier Ghetto aufwuchs. In den 80er-Jahren zieht er in der Bundesrepublik Deutschland vor Gericht, um juristische Gerechtigkeit für seinen Großvater zu erlangen, der von einem Nationalsozialisten im KZ Theresienstadt ermordet wurde. Dabei kämpft Peter Finkelgruen nicht nur für sein persönliches Schicksal, sondern auch für die Würde aller Opfer des NS-Regimes und die Glaubwürdigkeit des Rechtsstaates. Bis heute engagiert er sich tatkräftig für demokratische Grundrechte und Werte.

Gemeinsam mit Peter Finkelgruen setzten sich die Projektteilnehmer:innen anhand von 3-D-Modellen künstlerisch mit den prägnantesten Ereignissen seiner Lebensgeschichte auseinander. Die Modelle bilden Alltagsszenen, einschneidende Erfahrungen und Fluchtszenen nach. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den emotionalen Erinnerungsräumen seiner Fluchtgeschichte seit der Zeit des Nationalsozialismus. Schließlich wurden die Modelle gescannt und in die virtuelle Realität (VR) übertragen. Die Nachbearbeitung erfolgte mit Hilfe der Tilt Brush Software, die das Zeichnen und Malen im virtuellen Raum erlaubt. Die Nutzung der VR-Brille ermöglicht eine immersive Erfahrung. Die visuellen Eindrücke werden von vertonten Interviewauszügen mit dem Zeitzeugen begleitet.

 

Nach einem aufregenden und emotionalen Schuljahr möchten wir Peter Finkelgruens mitreißende Lebensgeschichte sowie die Ergebnisse der engagierten Projektgruppe besonders würdigen und ihnen Sichtbarkeit verschaffen. Die 3-D-Modelle und virtuellen Räume werden in einer Ausstellung im Foyer des Richard-Riemerschmid-Berufskollegs präsentiert.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, die künstlerischen Werke zu begutachten, sich auf eine Reise in Peter Finkelgruens Geschichte zu begeben, virtuell in einschneidende Szenen einzutauchen und den Erinnerungen des Zeitzeugen zu lauschen.

 

Ort: Richard-Riemerschmid-Berufkollegs, Heinrichstraße 51, 50676 Köln

Termine: 11., 12., 13., 18., 19. und 20. Juni 2024 (jeweils von 9:30 bis 14:00 Uhr) sowie am 28. Juni 2024 (14:00 bis 17:00 Uhr)

 

Kontakt und Anmeldung: Katharina Pysmenna (pysmenna@nsberatung.de)

 

Ein Projekt von Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgter e.V. in Kooperation mit Richard-Riemerschmid-Berufskolleg.

Gefördert durch: 

#ZumFeindGemacht stellt sich vor – Markt der Möglichkeiten im Landtag Rheinland-Pfalz

Der Landtag Rheinland-Pfalz lädt zum öffentlichen Markt der Möglichkeiten ein, auf dem unter dem Motto „#weitergedenken“ über aktuelle Ideen und Formate rund um das Thema Demokratiebildung und Gedenkarbeit für NS-Verfolgte informiert wird. Dieses Jahr stellen unsere Mitarbeiterinnen des Projekts #ZumFeindGemacht auf dem Markt der Möglichkeiten ihre Arbeit vor.

 

Die Social Media Kampagne #ZumFeindGemacht wurde im März 2022 vom Bundesverband initiiert und macht darauf aufmerksam, dass nationalsozialistische Verfolgung viele verschiedene Menschen treffen konnte. Das Projekt rückt daher Verfolgungsbiografien von Personen in den Mittelpunkt, die z.B. als Zwangsarbeiter:innen, wegen physischer oder psychischer Erkrankungen, als sogenannte „Asoziale“, aufgrund ihrer Homosexualität, aus politischen Gründen oder wegen kritischer Äußerungen verfolgt wurden. Auf einer eigenen Webseite und auf den Social-Media-Kanälen bei Instagram, TikTok, Facebook und Threads erzählt #ZumFeindGemacht ihre Lebensgeschichten und klärt über die historischen Hintergründe auf. Niedrigschwellig, anschaulich und partizipativ erreicht #ZumFeindGemacht insgesamt rund 80.000 Follower:innen.

 

Auch unser Animationsprojekt ist mit einem Workshop vertreten: Zehn Schüler:innen erhalten die Möglichkeit, basierend auf einer Zeitzeug:innenbiografie die Grundlagen der Stop Motion-Animation zu erlernen und der Geschichte Leben einzuhauchen. Wie kann man Objekte oder Figuren bewegen und sie Bild für Bild aufnehmen, um eine fließende Animation zu erstellen? In dem Workshop vermittelt die Animatorin Yana Ugrekhelidze den Teilnehmer:innen grundlegende Konzepte wie Timing, Bewegung und Bildkomposition.


Wann:  17. Juni 2024
Zeit:     13.00 bis 17.00 Uhr
Ort:      Landtag Rheinland-Pfalz, Platz der Mainzer Republik 1, 55116 Mainz. Der Einlass zur Veranstaltung erfolgt über den Haupteingang im Deutschhaus.


Die Teilnahme ist kostenlos.

Eine Veranstaltung des Landtags Rheinland-Pfalz. Weitere Infos: https://landtag-rlp.de/de/mitmachen/erinnern-und-gedenken/weitergedenken.htm

Blokadniki

Berichte von Überlebenden der Leningrader Blockade

Die Blockade der russischen Millionenstadt Leningrad vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944 ist eines der großen Menschheitsverbrechen des Zweiten Weltkriegs. Sie forderte in der Stadt mehr als eine Million zivile Opfer. In den Jahren der Blockade spielten sich unvorstellbare Dinge, bis hin zum Kannibalismus, ab.

In Deutschland ist dieses Kriegsverbrechen vergleichsweise unbekannt.

Um dies zu ändern haben wir in unserem Projekt zur Leningrader Blockade mit Überlebenden, die die Leningrader Blockade als Kinder erlebten, gesprochen. Ihre Erinnerungen sowie die historischen Hintergründe haben wir digital (www.leningradblockade.de) und in einer Publikation festgehalten. "Blokadniki" dokumentiert die Verfolgungsgeschichten in deutscher und russischer Sprache und bewahrt sie für die Nachwelt auf. Die Publikation kann unter info@nsberatung.de bestellt werden. Wir freuen uns über eine Spende.

 

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