Einladung

"Gedächtnisprotokolle der Sprachlosigkeit" - ein Zeitzeug*innen-Theaterprojekt

Premiere im Schauspiel Köln am 8. Mai, 20:00 Uhr

Im Rahmen von »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«.


 „Haben Sie manchmal Angst, dass sich der Holocaust wiederholt?“ – diese Frage brennt unter den Nägeln. Einmal ausgesprochen, halten die Fragenden die Luft an. Die Augen weiten sich. Das Warten auf die Antwort kann sich lang anfühlen. Das Nachdenken über die eigene Antwort auch.

Fragen, das sind die Fundamente des Zeitzeug*innentheaters: Was hat der Holocaust mit mir und meiner Familie zu tun? Mit meinem Leben heute? Im Projekt „Gedächtnisprotokolle der Sprachlosigkeit“ haben vier Generationen von Zeitzeug*innen, Überlebende und ihren Nachkommen, versucht, gemeinsam mit jungen Darsteller*innen Antworten zu finden. Aus dem Fragenstellen sind Interviews mit den Betroffenen entstanden, sind Reflexionen, Improvisationen geworden, sind Fragen und Antworten in die Performance eingeflossen. Vieles bleibt unaussprechlich, findet seinen Ausdruck aber dann in der Bewegung und wird so neu zu Protokoll gegeben.

Im Live-Stream am 8. Mai 2021 zeigt das Projekt in drei Teilen mögliche Antworten - und eröffnet die Möglichkeit für neue Fragen. Nach der Vorführung der Videoperformance öffnet sich der Raum dafür: Per Videochat können die Zuschauenden ihre eigenen Gedanken teilen und selbst das Fragenstellen üben. Junge Menschen aus Deutschland und aus anderen Teilen der Welt, Holocaust-Überlebende und ihre Nachfahren werden ihr Bestes geben, zu antworten. Denn die Improvisation soll nicht auf dem Weg zum fertigen Stück enden. Und das Fragenstellen endet vielleicht nie.

Zeitzeug*innen: Herbert Rubinstein, Greta Ionkis, Shulamit Baxpehler, Sharon Ryba-Kahn, Chana Dischereit

Schauspieler*innen und Darsteller*innen: Schüler*innen (IGIS Köln und Gesamtschule Bergheim), Import-Export-Kollektiv
 
Regie: Svetlana Fourer, Jasmina Music, Mirjam Pietchamoa / Video: Barbara Schröer, Timo Vogt/ Musik: Matthias Bernhold / Choreographie: Ilona Pászthy / Theaterpädagogin: Jutta Steiwer / Koordination und Produktion: Bassam Ghazi, Katarina Gavrik, Katja Pysmenna

Das Projekt wird vom Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. in Kooperation mit dem Schauspiel Köln, der Gesamtschule IGIS und der Gesamtschule Bergheim durchgeführt.

Gefördert von: Aktion Mensch e.V./ Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW/  Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren NRW e.V. / Aktionsbündnis für Demokratiestärkung und Antirassismus a.d.a., Rhein-Erft-Kreis und Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Programm »Demokratie leben«.

Stream + Infos: https://bit.ly/3wAnVdW
Interviews: http://bit.ly/3wA84vX

Website unserer Bildungsprojekte

"Biografiewerkstatt", "Fremd sein - Was ist das?", "Zeitzeugentheater": Unsere Bildungsprojekte haben nun eine eigene Website! Schaut euch um und informiert euch, wie wir gemeinsam mit Zeitzeug*innen, Schüler*innen und jungen Erwachsenen sowie allen Interessierten zu einer guten Erinnerungskultur beitragen. Gemeinsam gegen Rassismus, Antisemitismus und jegliche Form von Diskriminierung. Gemeinsam gegen das Vergessen. Klickt vorbei: https://bildungsprojekte.nsberatung.de/

 

Podcast: Cafétalk

Die Geschichen der Zeitzeug*innen werden im "Cafétalk" in unregelmäßigen Abständen nacherzählt und geteilt. Hier geht es direkt zum Podcast.

 

© Copyright 2021 Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V.